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	<title>Elis&#233;e Reclus, le site</title>
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		<title>BECK, Hanno. Grosse Geographen (Pioniere-Aussenseiter-Gelehrte)</title>
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		<dc:date>2007-11-30T05:12:40Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>BECK, Hanno</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Berlin : Reimer, 1982&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot36" rel="tag"&gt;BECK, Hanno&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Berlin : Reimer, 1982&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
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	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>GIESA, Karin, Pascal STERN, Magali STETTLER. Ein Pionier der Sozialgeographie. 1. Biographische Skizze</title>
		<link>https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article62</link>
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		<dc:date>2007-11-30T04:42:13Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>GIESA, Karin</dc:subject>
		<dc:subject>STERN, Pascal</dc:subject>
		<dc:subject>STETTLER, Magali</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;1. Biographische Skizze &lt;br class='autobr' /&gt;
2.Elis&#233;e Reclus' Werk - &#034;La Nouvelle G&#233;ographie Universelle&#034; &lt;br class='autobr' /&gt;
3.Warum geriet &#201;lis&#233;e Reclus in Vergessenheit? &lt;br class='autobr' /&gt; Disziplingeschichte und Forschungsans&#228;tze in der Geographie &lt;br class='autobr' /&gt; &#201;lis&#233;e Reclus - ein Pionier der Sozialgeographie. &lt;br class='autobr' /&gt;
1 Biographische Skizze &lt;br class='autobr' /&gt;
Karin Giesa, Pascal Stern, Magali Stettler &lt;br class='autobr' /&gt;
1.1 Herkunft, Familie, Jugendzeit (1830-1852) &lt;br class='autobr' /&gt;
Jacques &#201;lis&#233;e Reclus wurde am 15. M&#228;rz 1830 in Sainte-Foy-la-Grande geboren. Die kleine alte Stadt an der Dordogne, im (&#8230;)&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot28" rel="tag"&gt;GIESA, Karin&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot29" rel="tag"&gt;STERN, Pascal&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot30" rel="tag"&gt;STETTLER, Magali&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;1. Biographische Skizze&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article63' class=&#034;spip_in&#034;&gt;2.Elis&#233;e Reclus' Werk - &#034;La Nouvelle G&#233;ographie Universelle&#034;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article61' class=&#034;spip_in&#034;&gt;3.Warum geriet &#201;lis&#233;e Reclus in Vergessenheit?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;html&gt;
&lt;p&gt;	&lt;body bgcolor=&#034;#E6E6E6&#034;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 align=&#034;center&#034;&gt;Disziplingeschichte und Forschungsans&#228;tze in der Geographie&lt;/h2&gt;&lt;h2 align=&#034;center&#034;&gt;&#201;lis&#233;e Reclus - ein Pionier der Sozialgeographie.&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&lt;font size=&#034;+1&#034;&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;font size=&#034;+1&#034;&gt;&lt;b&gt;1 Biographische Skizze&lt;/b&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Karin Giesa, Pascal Stern, Magali Stettler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;1.1 Herkunft, Familie, Jugendzeit (1830-1852)&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jacques &#201;lis&#233;e Reclus wurde am 15. M&#228;rz 1830 in Sainte-Foy-la-Grande geboren. Die kleine alte Stadt an der Dordogne, im S&#252;dwesten Frankreichs, wurde im 16. Jahrhundert als kleines Genf mit der gr&#246;sseren Schwesterstadt verglichen. Die Glaubenserneuerung durch Calvin brachte der Region eine Zeit der Bl&#252;te auf kulturellem und wirtschaftlichem Niveau.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Die Familie &#034; Reclus war seit dem 16. Jahrhundert protestantisch. Sie war gegen den Strom geschwommen und hatte infolge ihres &#220;berlebens nach Jahrhunderten der Glaubensverfolgungen einebesondere Widerstandskraft erlangt &#034; (Beck 1982:123). Der Vater &#201;lis&#233;e's war Pastor, lebte getreu der Bibel und folgte ihr derart, dass er heiliges Wort und eigenes soweit deckte, wie es einem Menschen nur m&#246;glich sein kann. Nicht mit Unrecht wurde er als Prophet und Heiliger verehrt. Die Mutter, aus beg&#252;terter Familie und mit adeliger Verwandtschaft hatte eine ausgezeichnete Erziehung genossen und war sehr gebildet. Sie beschr&#228;nkte sich nicht nur darauf, den grossen Haushalt zu f&#252;hren und ihre vielen Kinder zu erziehen, sie hatte deren zw&#246;lf, sondern er&#246;ffnete nebenher noch eine Privatschule f&#252;r Ausbildung und Erziehung junger M&#228;dchen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Zum auff&#228;lligen sozialen Engagement der meisten Reclus-Kinder mag neben dem v&#228;terlichen und m&#252;tterlichen Vorbild jedoch auch die Erziehung in der Grossfamilie beigetragen haben. Der Vater hielt es f&#252;r richtig, dass seine Kinder in den Genuss einer auf reinsten christlichen Idealen aufbauenden Schulbildung kamen und &#252;bergab seine &#228;ltesten Kinder der Obhut der Herrnhutter Br&#252;dergemeinde, die in Neuwied am Rhein eine Schule unterhielt. Als Zw&#246;lfj&#228;hriger trat &#201;lis&#233;e in diese Knabenanstalt ein, dort wo schon &#201;lie, seinem &#228;lteren Bruder, vor allem Sprachen (Latein, Deutsch, Franz&#246;sisch, Englisch) aber auch Rechnen, Geschichte und Geographie sowie Zeichnen beigebracht wurde. Immerhin erwarben sich die beiden Br&#252;der in zwei Jahren einen soliden Grundstock an Sprachwissen. Sp&#228;ter kamen noch Spanisch, Italienisch und Russisch hinzu. Diese bemerkenswerten Sprachenkenntnisse haben die sp&#228;tere wissenschaftliche und publizistische T&#228;tigkeit der beiden ausserordentlich gef&#246;rdert. Die hervorragenden Deutschkenntnisse er&#246;ffneten ihnen sp&#228;ter den Zugang zur damals international f&#252;hrenden wissenschaftlichen und intellektuellen Welt Deutschlands. In dieser Hinsicht d&#252;rfen sie unter ihren francophonen Zeitgenossen als Ausnahmeerscheinung betrachtet werden.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class='spip_document_36 spip_document spip_documents spip_document_image spip_documents_center spip_document_center spip_document_avec_legende' data-legende-len=&#034;35&#034; data-legende-lenx=&#034;x&#034;
&gt;
&lt;figure class=&#034;spip_doc_inner&#034;&gt; &lt;img src='https://archives.cira-marseille.info/reclus/local/cache-vignettes/L423xH328/06.les5freres-2-67490.jpg?1652599730' width='423' height='328' alt='' /&gt;
&lt;figcaption class='spip_doc_legende'&gt; &lt;div class='spip_doc_titre '&gt;&lt;strong&gt;Die f&#252;nf Br&#252;der.
&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt; &lt;div class='spip_doc_descriptif '&gt;Elis&#233;e: 2e links
&lt;/div&gt; &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt; Nach dem Erwerb des Baccalaur&#233;at trat er 1848, zusammen mit seinem Bruder &#201;lie, in die protestantische Universit&#228;t von Montauban ein, um sich dem v&#228;terlichen Willen entsprechend, zum Pastor ausbilden zu lassen. Das Theologiestudium befriedigte beide zu wenig und so zogen sie sich schliesslich zusammen mit einem Freund auf ein Eigenstudium zur&#252;ck, wo sie eine ausgedehnte Lekt&#252;re philosophischer, religionskritischer, zum Teil sozialistischer Schriften betrieben.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; F&#252;r ein unerlaubtes Fernbleiben vom Vorlesungsbetrieb - die beiden hatten heimlich eine Wanderung ans Mittelmeer unternommen - wurden sie von der Universit&#228;t relegiert. Ohne diese unn&#246;tige und &#252;bertriebene Massnahme w&#228;re &#201;lis&#233;e wahrscheinlich Pfarrer geworden.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Nach einem Jahr als Franz&#246;sischlehrer in Neuwied ging Reclus auf Rat eines Kollegen f&#252;r theologische Studien nach Berlin, wo er sich mit Privatunterricht &#252;ber Wasser hielt. Sein grosses Erlebnis an der Humboldt-Universit&#228;t hiess Carl Ritter, der &#034; Doyen der Geographen &#034; (E.F. Jomard, zit. in: Jud 1987:19). &#034; Ein fest im Glauben verwurzelter Christ, der seine Einstellung offen im H&#246;rsaal bekannte, dessen geographisches Denken eindeutig auf Gott bezogen war &#034; (Beck 1982:125). Bei Ritter fand Elise&#233; die in ihm vom Vater angelegte christliche Humanit&#228;t in ebenso reiner Form wieder. Er lehrte dessen Werk kennen drang in den Geist der gewaltigen &#034; Erdkunde &#034; ein und entz&#252;ndete sich an ihr. Reclus erkannte die neu gesehene Problematik Erde-Mensch und wurde zum Geographen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Etwa zur selben Zeit wandte sich &#201;lis&#233;e auch vom Christentum ab und bekannte sich zum Anarchismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;1.2 Die Reisen der Jahre 1852-1857&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Staatsstreich des dritten Napoleon im Dezember 1851, welche das Schicksal der zweiten Republik besiegelte, trieb die beiden jungen Republikaner aus Furcht vor einer drohenden Verhaftung ins Exil. Beide hatten den politischen Umsturz nicht stillschweigend hinnehmen wollen und beteiligten sich an der Organisation des Widerstandes. Die beiden Br&#252;der flohen nach England. In London lebten &#201;lis&#233;e und &#201;lie erstmals im Milieu politischer Emigranten, das von nun an ihr Schicksal werden sollte.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Mit Hauslehrerstellen schlugen sie sich durch, um in der zweiten H&#228;lfte des Jahres 1852 nach Irland &#252;berzusiedeln. In der N&#228;he von Dublin nahm &#201;lis&#233;e eine Anstellung als Reorganisator eines heruntergekommenen landwirtschaftlichen Gutes an. Hier und in den folgenden f&#252;nf Jahren seines Exils stellte die Landwirtschaft sein wichtigstes T&#228;tigkeitsgebiet dar. Die in Westirland gemachten Naturerlebnisse bildeten den Anlass f&#252;r die ersten Skizzen zu seinem Werk &#8216;La Terre'. Sp&#228;ter reiste &#201;lis&#233;e weiter nach Amerika in der Hoffnung in der Neuen Welt, speziell im fernen S&#252;damerika eine eigene Existenz nach seinen idealisierten Vorstellungen aufbauen zu k&#246;nnen. Auf einer strapazi&#246;sen Erkundungsreise in die Sierra Nevada von Santa Marta (Kolumbien) gelangte er schliesslich in ein Hochtal, das ihm f&#252;r sein Kolonisationsprojekt geeignet erschien. Das Unternehmen scheiterte jedoch schon bald, nachdem Reclus in grosse finanzielle Schwierigkeiten geraten und dazu noch an Malaria erkrankt war. &#034; Seine Vorstellungen von einem unbeschwerten Leben, &#8216;das ein Vegetarier wie ich' im tropisch&#252;ppigen Gebiet des oberen Amazonas f&#252;hren k&#246;nnte &#034; (Jud 1987:22), hatten sich als Illusionen erwiesen. Die Unertr&#228;glichkeit seiner Isolierung und Einsamkeit bewog ihn, seine Pl&#228;ne endg&#252;ltig zu begraben und nach Frankreich zur&#252;ckzukehren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;1.3 Wieder in Frankreich: die Pariser Jahre (1857-1872)&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach dem eher ungl&#252;cklichen Verlauf des Amerika-Abenteuers und seiner Wanderzeit folgten vierzehn fruchtbare Jahre in Paris. Mit vielen geographischen Arbeiten besch&#228;ftigt, &#034; heiratete er im Dezember 1858 eine &#8216;junge und sch&#246;ne Mulattin', Clarisse Briant, Tochter eines Kapit&#228;ns und einer Senegalesin &#034; (Beck 1982:128). Diese Verbindung war f&#252;r die damalige Zeit zumindest als ungew&#246;hnlich zu bezeichenen, f&#252;r Reclus selbst aber beispielgebend. Er konnte somit in Wort und Schrift umso besser (rassische) Vorurteile bek&#228;mpfen. Von nun an rissen &#201;lis&#233;es geographische Publikationen nicht mehr ab. Seine Aufs&#228;tze verdichteten sich zu B&#252;chern. Er &#252;bersetzte Carl Ritters Abhandlung &#252;ber die Konfiguration der Kontinente. Auch dachte er &#252;ber die Einwirkung des Menschen auf die Physische Geographie nach und machte sich &#252;ber den aufflammenden Sezessionskrieg, ebenso &#252;ber Pfahlbauten in der Schweiz wie &#252;ber das Mormonentum in den USA Gedanken. 1861 erschien sein erstes Buch &#252;ber die Sierra Nevada de Santa Marta. Insgesamt k&#246;nnte man sagen, dass der Geographe &#201;lis&#233;e Reclus von nun an sich nicht mehr &#252;bersehen liess. Abgesehen von einigen beil&#228;ufig erteilten Nachhilfe- und Privatstunden ist sein Wunsch aber, Geographie zu unterrichten, nicht in Erf&#252;llung gegangen. Dagegen nahm seine publizistische T&#228;tigkeit, der Journalismus, schon bald seine ganze Arbeitskraft und Zeit in Anspruch.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Reclus' Journalisten-T&#228;tigkeit begann mit der Mitarbeit an den &#8216;Guide Joanne', einer Reihe von Reisef&#252;hrern, die vom renommierten Pariser Verlagshaus Hachette herausgegeben wurden. Im Auftrag dieses Verlages hat &#201;lis&#233;e ausgedehnte Reisen unternommen, die ihn unter anderem auch in die Schweiz f&#252;hrten. Der Reisef&#252;hrer ist damals literarisch-geographische Form geworden und bis heute geblieben. Die Mitarbeit in diesem international t&#228;tigen Verlagsunternehmen &#034; war ein Erfolg f&#252;r den aus der fernsten Provinz und S&#252;damerika zugereisten Reclus, der keine normale Studienlaufbahn, keine offizielle Stellung, keine gr&#246;sseren literarischen Leistungen aufweisen konnte und nur ein blutarmer junger Mann mit notorisch sehr republikanischer und antibourgeoiser Gesinnung war &#034; (Max Nettlau, zit. in: Jud 1987:22). Reclus' Verbindung mit dem hochangesehenen Hause Hachette war f&#252;r ihn von ausserordentlicher Bedeutung, denn sie verschaffte ihm vorerst ein regelm&#228;ssiges Einkommen und damit materielle Sicherheit. Bei Hachette &amp; Cie erschienen sp&#228;ter weitaus der gr&#246;sste Teil Reclus' Schriften, darunter vor allem diejenigen Werke, die seinen Ruf als hervorragenden Geographen des 19. Jahrhunderts begr&#252;ndeten. Anzuf&#252;hren sind prim&#228;r die beiden ersten Teile seiner Trilogie, &#8216;La Terre' und &#8216;Nouvelle G&#233;ographie Universelle' (N.G.U.).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Eines kann an dieser Stelle schon deutlich gesagt werden: Forschungsreisender ist Reclus nie gewesen, ihm gen&#252;gten Besichtigungsreisen, durch die er einen betr&#228;chtlichen Teil der Welt kennen lernen durfte und seine Blick f&#252;r die Landschaft und die Werke der Menschen sch&#228;rfte. &#034; Seine Pers&#246;nlichkeit war auf gedankliche und schriftstellerische Arbeit ausgerichtet &#034; (Beck 1982:128).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen den neuen Schreibpl&#228;nen und den Versammlungen der Geheimen Gesellschaft &#8216;Fraternit&#233; Internationale', wo &#201;lis&#233;e als Anarchist dazu geh&#246;rte, musste die Macht des Kaiserreiches ertragen werden. &#034; W&#228;hrend eines Kongresses der Friedens- und Freiheitsliga wurde &#201;lis&#233;e vom Zuh&#246;rer zum Handelnden, als er das Wort ergriff und &#252;ber den F&#246;deralismus redete: Nach Zerst&#246;rung aller Grenzen und Verwaltungseinrichtungen sei es eine Sache der Individuen, sich nach ihrem B&#201;lieben zu organisieren. Als Geograph hatte er die Grenzen studiert, die er als Anarchist, der sich nach der f&#246;derativen Republik der ganzen Erde sehnte, beseitigen wollte &#034; (Beck 1982:129). In dieser Zeit wachsenden revolution&#228;ren Fiebers erschien 1868 der erste Band von &#8216;La Terre', der zweite folgte ein Jahr sp&#228;ter. Auch starb inmitten seiner Weltverbesserungspl&#228;ne seine Frau Clarisse nach der Geburt eines schnell dahingerafften dritten Kindes. &#034; Dieser doppelte Tod war wohl der schwerste Schlag in Reclus' Leben &#034; (Jud 1987:22).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nachdem das Kaisertum der dritten Republik gewichen war und im deutsch franz&#246;sischen Krieg die Einkreisung von Paris erfolgte, unterzeichnete &#201;lis&#233;e mit seinen Br&#252;dern den Aufruf zur Wahl der Commune, &#034; um zu einer Regierung zu kommen, die den Republikanern t&#246;dlichen Streit untereinander ersparen sollte &#034; (Beck 1982:130). &#201;lis&#233;e beteiligte sich aktiv an der Commune und wurde auf dem Plateau von Ch&#226;tillon von den eigenen Truppen aus Versaille gefangengenommen. Reclus' fr&#252;he Gefangennahme und Abtransport nach Brest kann als Gl&#252;cksfall bezeichnet werden. Hier war er vorerst sicher vor den mordenden Versaillertruppen, die in Paris eine blutige Abrechnung unter der aufr&#252;hrerischen Bev&#246;lkerung durchf&#252;hrten und 35'000 Pariser B&#252;rger t&#246;teten. Als er nach rund einj&#228;hriger Haft zur Deportation nach Neu-Kaledonien verurteit wurde, wandten sich mehrere Geographische Gesellschaften und einige der gr&#246;ssten Gelehrten Europas besonders aus England mit einer Petition an die franz&#246;sische Regierung, die harte Strafe in eine einfache Ausweisung umzuwandeln. Unter den sechzig unterzeichnenden Wissenschaftlern aus England befanden sich so bedeutende Leute wie Charles Darwin und Alfred Russel Wallace. Die Petition erreichte ihr Ziel, so dass Reclus' Verbannung nach Neu-Kaledonien zu Gunsten einer zehnj&#228;hrigen Landesverweisung umgewandelt wurde. Gerettet hatte ihn nicht die eigene Unterwerfung oder Diplomatie, sondern einzig die &#246;ffentliche Meinung, der sich die franz&#246;sische Regierung beugte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r sein zweites Exil w&#228;hlte &#201;lis&#233;e Reclus die Schweiz.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;1.4 Emigrant in der Schweiz (1872-1890)&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;F&#252;r den gut vierzigj&#228;hrigen Mann bedeutete die Landesverweisung den Verlust seines privaten Bekanntenkreises und aller seiner Freunde unter den Gelehrten der franz&#246;sischen Hauptstadt. Er sah sich des wissenschaftlichen Forum beraubt, wie die Pariser Geographische Gesellschaft ihm eines geboten hatte. Seine ganze zuk&#252;nftige T&#228;tigkeit als Geograph und Publizist war ernsthaft in Frage gestellt, und dies wo es doch galt, eine Familie zu ern&#228;hren.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Nat&#252;rlich zog es &#201;lis&#233;e nach seiner Ankunft in der Schweiz zu seinem Bruder, der mit seiner Familie nach Z&#252;rich geflohen war, &#034; einer Stadt, die sehr reich an B&#252;chern und Schulen ist &#034; (Jud 1987:33). Dort lernte er den jungen Albert Heim kennen und besuchte dessen Vorlesung an der ETH. Als H&#246;rer und Autodidakt bem&#252;hte er sich so um die im fehlende geologische Grundlage. Reclus und Heim verband eine lebenslange Freundschaft und ein Meinungsaustausch &#252;ber verschiedene Fragen aus ihren T&#228;tigkeitsbereichen. Der Z&#252;rcher Geologe erm&#246;glichte durch seine Vermittlung auch denBeitritt Reclus' zum &#8216;Z&#252;rcher Kartenverein', der &#252;ber e ine wertvolle Sammlung von Karten aus aller Welt verf&#252;gte. Diese waren f&#252;r &#201;lis&#233;e, wegen der Arbeit an der grossen L&#228;nderkunde von grosser Bedeutung. Als Dank hat Reclus dem Kartenverein sp&#228;ter zahlreiche Karten geschenkt.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Im Tessin begann er die Arbeit an seiner monumentalen &#8216;Nouvelle G&#233;ographie Universelle', die ihn w&#228;hrend der folgenden zwei Jahrzehnte ganz in Anspruch nahm. Das Werk war nach Reclus' eigenen Worten &#034; eine Art Enzyklop&#228;die, die in einzelnen Teilen zum Preis von drei oder vier Sous erscheinen sollte. &#034; Insgesamt sind 19 grossformatige B&#228;nde von je rund 800 Seiten entstanden. Sie stellen gewissermassen &#034; den letzten Widerhall der klassischen Periode dar, als ein einziger Gelehrter noch das ganze verf&#252;gbare Wissen &#252;ber die Erde als der Heimat des Menschen darbieten konnte &#034;. Hier wird Reclus als Uomo Universale in der Geographie unverkennlich. Da er von allem Anfang an die Beilage zahlreicher Karten, Pl&#228;ne und Bilder plante, um seinem Werk einen eigenen Charakter zu verleihen, mussten ausgewiesene Fachleute gewonnen werden. Die isolierte und abgeschiedene Lage im Tessin und der tragische Tod seiner zweiten Frau im Februar 1874, bewog &#201;lis&#233;e zur &#220;bersiedelung an den Genfersee. Er suchte einen neuen Wohn- und Arbeitsort mit mildem Klima in der N&#228;he eines wissenschaftlichen Zentrums. Auf Anraten Albert Heims entschied er sich schlie&#223;lich f&#252;r La Tour-de-Peilz am oberen Genfersee. Hier bahnte sich auch die erfolgreiche Mitarbeit mit dem Genfer Kartographen Charles Perron an. Noch im selben Jahr trat Reclus der Genfer Geographischen Gesellschaft, der &#228;ltesten schweizerischen Vereinigung dieser Art, als Mitglied bei. Reclus' Einfluss auf das intellektuelle Leben der Westschweiz und auf die Entwicklung der schweizerischen geographischen Wissenschaften kann folgendermassen umschrieben werden: Dank seiner Ausbildung in Deutschland, seinen Sprachkenntnissen hat er den Zugang zur deutschen Geographie gefunden, die er offenbar als in mancher Hinsicht f&#252;hrend kennengelernt hat. Mit &#034; seinem weiten wissenschaftlichen Horizont, der auch die deutsche Geisteswelt umschloss, stellte er unter seinen francophonen Zeitgenossen eine Ausnahmeerscheinung dar &#034; (Jud 1987:40). &#201;lis&#233;e Reclus hat daher im internationalen wissenschaftlichen Austausch eine wichtige Vermittlerrolle &#252;bernehmen k&#246;nnen. Dazu hat sicherlich auch seine von nationalen Vorurteilen freie Haltung entscheidend beigetragen. &#034; Sein Einfluss als Miterbe und F&#246;rderer des Ritterschen Gedankengutes erstreckte sich auf alle francophonen L&#228;nder und auf die Westschweiz im besonderen &#034; (Jud 1987:41). Hier fand seine &#8216;Nouvelle G&#233;ographie Universelle' eine aussergew&#246;hnlich starke Beachtung. Es ist kein Zufall, dass durch diese Popularisierung des geographischen Wissens sich auch einheimische Autoren eng an Reclus anlehnten und seine Erfolgswerke als Vorbilder betrachteten. Die &#8216;G&#233;ographie g&#233;n&#233;rale illustr&#233;e' des Genfers W. Rosier, ein reichbebildertes Lehrbuch f&#252;r den Geographieunterricht, ist vielleicht das beste Beispiel daf&#252;r.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Im politischen Umfeld Genfs, das im 19.Jahrhundert nicht nur ein Zentrum der Kultur- und Wissenschaft, sondern auch Anziehungspunkt vieler Commune-Fl&#252;chtlinge und russischer Emigranten war, vertiefte &#201;lis&#233;e seine weltanschaulichen &#220;berzeugungen. Dabei entwickelte er sich zu einem der wichtigsten Vertreter des kommunistischen Anarchismus jener Jahre, das heisst eines Anarchismus &#034; in seiner zugleich freiesten und solidarischsten Form &#034; (Nettlau, zit. in: Jud 1987:44). 1874 trat Reclus der &#8216;Juraf&#246;deration' bei, die sich die Ausgestaltung des sozialistischen Anarchismus als Hauptaufgabe gestellt hatte. Seine damalige Freundschaft mit den beiden Exilrussen Peter Kropotkin und L&#233;on Metchnikoff war auch im Hinblick auf die Redaktion der &#8216;Nouvelle G&#233;ographie Universelle' von grosser Wichtigkeit.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; 1879 bezog Reclus das aus den Mitteln seiner dritten Frau, Ermance Trigant-Beaumont, erbaute Haus in Clarent, das er bis zu seiner R&#252;ckkehr nach Frankreich im Jahre 1890 bewohnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;1.5 Paris und Br&#252;ssel (1890-1905)&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wieder zur&#252;ck in Frankreich stand Reclus auf dem Gipfel seiner Laufbahn. &#034; Seine Pers&#246;nlichkeit und seine Werke, allen voran die monumentale L&#228;nderkunde, die sich ihrem Abschluss n&#228;herte, hatten ihm internationale Ber&#252;hmtheit verschafft. Zahlreiche Geographische Gesellschaften zeichneten ihn mit ihrer Ehrenmitgliedschaft aus &#034; (Jud 1987:45). Die &#8216;Societ&#233; de G&#233;ographie (de Paris)' zeichnete &#201;lis&#233;e Reclus &#034; f&#252;r sein geographisches Gesamtwerk und im besonderen f&#252;r seine &#8216;Nouvelle G&#233;ographie Universelle' &#034; (ebd.) mit der Grossen Goldmedaille aus, welche bis anhin nur an &#8216;aussergew&#246;hnliche Reisende und Entdecker' verliehen worden ist.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; 1892 erhielt Reclus von der Freien Universit&#228;t Br&#252;ssel einen Lehrauftrag f&#252;r Vergleichende Geographie, den er wegen politischer Ereignisse und seiner anarchistischen Gesinnung nie angetreten hat. &#034; Nach mehrw&#246;chigem Hin und Her - es wurden Komitees gebildet Protestveranstaltungen durchgef&#252;hrt und Resolutionen verfasst - begann im Fr&#252;hling 1894 eine Vorlesungsreihe ausserhalb der Universit&#228;t, in welcher Reclus zehn geographische Vortr&#228;ge hielt. W&#228;hrend des Sommerhalbjahres bereiteten die abtr&#252;nnigen Professoren und Studenten die Gr&#252;ndung einer neuen Hochschule vor &#034; (R. Jacqmot, zit. in: Jud 1987:47), der &#201;lis&#233;e Reclus von Anfang an angeh&#246;rte. Bei seinem ersten Kurs an dieser &#8216;Universit&#233; Nouvelle de Bruxelles' wurde Reclus am Eingang beinahe erdr&#252;ckt. &#034; Doch blieb ein kleines St&#252;ck von ihm &#252;brig, und gerade weil er &#8216;nur von Geographie' sprach, deutete er zwischen den Zeilen manches an in dieser ersten Stunde seiner Vorlesung &#252;ber &#8216;Vergleichende Geographie in Raum und Zeit &#034; (Beck 1982:134).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;1.6 Hinwendung zur Kartographie&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;1886 regte Reclus die Schaffung eines Weltatlas mit 38 Karten in einem Einheitsmassstab von 1:10 Mio an. Seine kartographischen Projekte verfolgten immer das Ziel, die Erdoberfl&#228;che m&#246;glichst wahrheitsgetreu abzubilden und seinen eigenen kartographischen Arbeiten jenen Wahrheitsgehalt (caract&#232;re de v&#233;rit&#233;) zu verleihen, der seinem Empfinden nach den allermeisten &#252;brigen Karten abging. Aus diesem Bem&#252;hen um eine wahrheitsgetreue, einheitliche Darstellung der Erdoberfl&#228;che heraus entwickelte er den sogenannten &#8216;Atlas globulaire'. Dieser h&#228;tte die Vorz&#252;ge der Karte mit denjenigen eines Globus vereinigen sollen. Eine redimensionierte Stufe dieses Projektes, die &#8216;Disque globulaire', wurde auch tats&#228;chlich verwirklicht &#201;lis&#233;e Reclus' bekanntestes Globusprojekt war der Plan, f&#252;r die EXPO von 1900 in Paris einen Riesenglobus im Massstab 1:100'00 zu errichten. Dieser Globus h&#228;tte die eigentliche Attraktion dieser Weltausstellung werden sollen, dem elf Jahre fr&#252;her errichteten Eiffelturm vergleichbar.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Zur Finanzierung seiner geographischen und publizistischen Projekte gr&#252;ndete Reclus im Jahr 1898 eine Aktiengesellschaft. Die Wissenschaft und die Wirtschaft sollten sich die Hand geben k&#246;nnen damit die Forschungsresultate auch in die Praxis umgesetzt und f&#252;r die Industrie nutzbar gemacht werden k&#246;nnen. Das Unternehmen, welches verheissungsvoll begonnen hatte, scheiterte jedoch schon nach wenigen Jahren kl&#228;glich und hinterliess dem Initiator grosse Sorgen und dr&#252;ckende finanzielle Verpflichtungen. Auch seine Ehe mit Frau Ermance zerbrach an deren freudlosem Skeptizismus. Sie wurde auf ihren Wunsch &#228;usserlich aufrechterhalten, in Wahrheit weitergef&#252;hrt mit einer H&#246;rerin eines Kolleges.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;1.7 Der Abschluss der &#034; Trilogie &#034;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;W&#228;hrend seiner letzten Jahre war Reclus mit der Redaktion seines dritten grossen Werkes &#8216;L'Homme et la Terre' besch&#228;ftigt. Seine Vorlesungen an der &#8216;Universit&#233; Nouvelle' bildeten dazu das Fundament, doch den Plan zu diesem Werk hatte schon Jahre zuvor in seinem Kopf Gestalt angenommen. Seine Arbeit musste durch viele Ruhepausen unterbrochen werden, litt er doch schon seit den achtziger Jahren an Angina pectoris. Dieses letzte Werk sollte das Fazit seines langen vielseitigen Forscherlebens, die Summe seines Wissens und die Schlussfolgerungen seiner Beobachtungen enthalten. &#034; Es sollte antworten auf die alte Frage nach der wechselseitigen Beziehung des Menschen zu seiner Umwelt &#034; (Jud 1987:52). &#034; Der Geschichte, Soziologie, und Psychologie kommen in diesem Werk notwendigerweise besondere Bedeutung zu, denn im Mittelpunkt der darin angestellten Betrachtung steht der Mensch &#034; (ebd.:53). Damit ist &#201;lis&#233;e Reclus zum eigentlichen Begr&#252;nder der modernen franz&#246;sischen Geographie geworden. Die Komplexit&#228;t der Reclusschen Analyse und die unorthodoxen weltanschaulichen-politischen Aussagen des Autors, die auf verbreitete Ablehnung gestossen sind, d&#252;rften f&#252;r den geringen Bekanntheitsgrad des Werks und den stark in Vergessenheit geratenen Autor verantwortlich sein. Heute allerdings ist &#034; L'Homme et la Terre &#034; f&#252;r die aktuelle (sozial)geographische Forschung von gr&#246;sstem Interesse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article63' class=&#034;spip_in&#034;&gt;2.Elis&#233;e Reclus' Werk - &#034;La Nouvelle G&#233;ographie Universelle&#034;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article61' class=&#034;spip_in&#034;&gt;3.Warum geriet &#201;lis&#233;e Reclus in Vergessenheit?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class='spip_document_38 spip_document spip_documents spip_document_image spip_documents_center spip_document_center spip_document_avec_legende' data-legende-len=&#034;26&#034; data-legende-lenx=&#034;&#034;
&gt;
&lt;figure class=&#034;spip_doc_inner&#034;&gt; &lt;img src='https://archives.cira-marseille.info/reclus/IMG/gif/024.reclus4_family-2.gif' width='292' height='359' alt='' /&gt;
&lt;figcaption class='spip_doc_legende'&gt; &lt;div class='spip_doc_titre '&gt;&lt;strong&gt;Reclus in seiner Familie
&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt; &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>GIESA, Karin, Pascal STERN, Magali STETTLER. Ein Pionier der Sozialgeographie. 2. Elis&#233;e Reclus' Werk - &#034;La Nouvelle G&#233;ographie Universelle&#034;</title>
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		<dc:date>2007-11-30T04:41:56Z</dc:date>
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		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>GIESA, Karin</dc:subject>
		<dc:subject>STERN, Pascal</dc:subject>
		<dc:subject>STETTLER, Magali</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;1.Biographische Skizze &lt;br class='autobr' /&gt;
2. Elis&#233;e Reclus' Werk - &#034;La Nouvelle G&#233;ographie Universelle&#034; &lt;br class='autobr' /&gt;
Neben einer Bestandesaufnahme des Erdballs mit seinen Bewohnern und somit einer Menge an geographischer Fakten, findet man in diesem Werk auch historische, kulturelle, ethnologische, soziologische und psychologische Studien, die ein Licht auf die umfassende Bildung und Gelehrtheit des Autors werfen. &lt;br class='autobr' /&gt; Reclus' Hauptanliegen war die Wissensvermittlung im Dienst der Aufkl&#228;rung und moralische Bildung im (&#8230;)&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot28" rel="tag"&gt;GIESA, Karin&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot29" rel="tag"&gt;STERN, Pascal&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot30" rel="tag"&gt;STETTLER, Magali&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div class='spip_document_33 spip_document spip_documents spip_document_image spip_documents_center spip_document_center'&gt;
&lt;figure class=&#034;spip_doc_inner&#034;&gt; &lt;img src='https://archives.cira-marseille.info/reclus/local/cache-vignettes/L162xH197/002.Reclus2-58e3c.jpg?1652606698' width='162' height='197' alt='' /&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;right&gt;&lt;a href='https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article62' class=&#034;spip_in&#034;&gt;1.Biographische Skizze&lt;/a&gt;&lt;/right&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;2. Elis&#233;e Reclus' Werk - &#034;La Nouvelle G&#233;ographie Universelle&#034;&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Neben einer Bestandesaufnahme des Erdballs mit seinen Bewohnern und somit einer Menge an geographischer Fakten, findet man in diesem Werk auch historische, kulturelle, ethnologische, soziologische und psychologische Studien, die ein Licht auf die umfassende Bildung und Gelehrtheit des Autors werfen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Reclus' Hauptanliegen war die Wissensvermittlung im Dienst der Aufkl&#228;rung und moralische Bildung im Sinne des Humanismus. Reclus erhoffte sich, durch seine lebensnahen Schilderungen der fremden L&#228;nder und V&#246;lker das Bewusstsein der gemeinsamen Vergangenheit und Zukunft aller Menschen vermitteln zu k&#246;nnen und im Leser ein Gef&#252;hl globaler Solidarit&#228;t und Symphatie entstehen zu lassen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;2.2 Vorgehen und Methode&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Er verzichtete darauf, l&#228;ngere theoretische Abhandlungen oder Zusammenfassungen in sein Werk aufzunehmen.Begriffe werden kaum definiert, ihr allgemeing&#252;ltiger Gehalt muss jeweils konkreten Beispielen entnommen werden. Obwohl er sehr belesen war, sehr viele Besichtigungsreisen unternommenhatteund sich von vielen Reisenden und Fl&#252;chtlingen belehren liess, machte er auf Grund seiner weltanschaulichen Gesinnung nur sehr sp&#228;rlich Quellenangaben. Zudem ist Reclus sehr zur&#252;ckhaltend mit dem Darstellen seiner eigenen Ansicht und vermeidet es strikte, dem Leser seine pers&#246;nliche Meinung aufzudr&#228;ngen. Er m&#246;chte die Vielfalt der menschlichen Lebens- und Gesellschaftsformen dem Leser nahebringen und ihn damit zu eigenem Nachdenken anregen. Auf diese Weise erf&#252;llt sich das aufkl&#228;rerische Bem&#252;hen Reclus' in der Popularisierung des Wissens und &#228;ussert sich sein Wunsch nach gesellschaftlicher Weiterentwicklung.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Reclus verfasste sein Hauptwerk nicht auf der Grundlage einer Theorie, sondern er betrachtete die Welt, die Menschen und ihr Wirken in der Natur, auf Grund seines Weltbildes, das er aber wie oben beschrieben, nie direkt ausformulierte. Beim Lesen seines Werkes wird offensichtlich, dass sein Welt- und Menschenbild von hohem Ethos getragen ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;2.3 Aufbau und Umfang&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das Hauptwerk von Elise&#233; Reclus, &#034; La Nouvelle Geographie Universelle &#034;, schrieb er zwischen 1876 und 1894 in 19 B&#228;nden. Das gesamte Werk umfasst 17 000 Seiten.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Am Anfang jedes Bandes steht eine kurze allgemeine Einf&#252;hrung. Den Hauptteil bilden einzelne L&#228;nderkapitel. Zum Schluss folgt ein Anhang mit Ortsregistern, Karten-, Abbildungs- und Inhaltsverzeichnissen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Ein Kapitel &#252;ber ein bestimmtes Land weist in seiner Grobgliederung einen festen Aufbau auf: Nach einem k&#252;rzeren &#220;berblick mit historischen Hinweisen folgt der physikalisch-geographische Teil, der durchschnittlich rund ein Drittel des Kapitels ausmacht. Den gr&#246;ssten Raum nimmt mit etwa der H&#228;lfte der humangeographische Abschnitt ein. Jedes Kapitel wird von kurzen Tabellen mit statistischen, politischen und administrativen Angaben abgeschlossen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt; &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;2.4 Der physikalisch-geographische Teil&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In diesem Teil beschreibt Reclus Gebirgsz&#252;ge, R&#201;liefe, Flussverl&#228;ufe, Namensgebungen, Klimate, Floren und Faunen. Wie im sozialgeographischen Teil bringt Reclus auch hier schon immer wieder humangeographische &#220;berlegungen ein. Er vertritt die Auffassung, dass der Mensch mittels der wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen nicht mehr Sklave der Natur sein m&#252;sse, sondern dass die Natur vom Menschen sinnvoll genutzt werden solle. Fl&#252;sse, zum Beispiel, sollen gez&#228;hmt werden, damit in Zukunft &#220;berschwemmungen und andere Zerst&#246;rungen vermieden und ihre Energie und ihre Transportkapazit&#228;t sinnvoll genutzt werden k&#246;nnen (Jud 1987:69).&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Er vergisst nie, auch auf die nachteilige Beeinflussung des Menschen auf die Natur aufmerksam zu machen. Diese basiert seiner Meinung nach auf mangelnde F&#228;higkeit planender Voraussicht bei der Nutzung der Natur und somit auf einem noch ungen&#252;genden wissenschaftlichen Stand des Menschen. Er setzte sich zum Beispiel gegen die blinde Abholzung der W&#228;lder und gegen unkontrollierte Eingriffe in den Wasserkreislauf ein. Erstrebenswert w&#228;re f&#252;r Reclus eine behutsame, wissenschaftlich abgesicherte Nutzung der Ressourcen, die auch in der Zukunft einen konstanten Ertrag garantiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;2.5 Humangeographischer Abschnitt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der humangeographische Teil nimmt in der N.G.U. eine zentrale Stellung ein. In diesem Hauptteil befasst sich der Autor mit der Ausbreitung verschiedener Kulturen und Rassen, dem Einfluss des Milieus auf die menschliche Entwicklung, mit den Merkmalen der Zivilisation, mit hygienischen Verh&#228;ltnissen, Geburts- und Sterberaten, allgemeinen Lebensbedingungen, mit dem Verh&#228;ltnis von Tradition und Fortschritt, mit Begleiterscheinungen und Folgen zivilisatorischer Prozesse, mit wirtschaftlichen Verh&#228;ltnissen, mit Handel und Verkehr, mit Gesellschaft und Staat, mit Grenzverl&#228;ufen und deren Willk&#252;r, mit Armut, Not und Elend, kurz mit allem, was f&#252;r die Geographie und vor allem f&#252;r den Menschen und die Gesellschaft bedeutsam ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;2&lt;i&gt;Bedeutung und Problematik der Zivilisation&lt;/i&gt;2&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nach Reclus durchlaufen die verschiedenen Kulturen verschiedene zivilisatorische Stufen. Merkmale des Standes einer Zivilisation sind die Art der Landwirtschaftsbetreibung, die spezifische Aus&#252;bung verschiedener Handwerke, Baukunst, Schrift, Sprache, Rechenkunst, Bildungsstand, Sitten und Br&#228;uche, Sozialverhalten, moralischer und ethischer Zustand eines Volkes, das Verh&#228;ltnis zwischen Mann und Frau, Besitzverh&#228;ltnisse und die politischen Zust&#228;nde.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Reclus begr&#252;sst die Ausbreitung der modernen Zivilisation, in der &#220;berzeugung, dass alle V&#246;lker, die mit ihr in Kontakt kommen, den entscheidenden Impuls f&#252;r ihre Weiterentwicklung zu einer aufgekl&#228;rten, freien und solidarischen Menschheit erhalten. Trotzdem erkannte er auch die negativen Seiten der Verbreitung europ&#228;ischer Zivilisation. Er verurteilte die Verfolgungen und Dem&#252;tigungen der Eingeborenen durch die weissen Eroberer, ebenso ihre &#246;konomische Ausbeutung, die Sklaverei, usw.. Reclus hoffte bis zum Schluss, dass alle V&#246;lker, auch die Europ&#228;ischen, einmal durch vermehrtes Wissen eine h&#246;here Vorstellung von Gerechtigkeit und Freiheit haben werden.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class='spip_document_34 spip_document spip_documents spip_document_image spip_documents_center spip_document_center'&gt;
&lt;figure class=&#034;spip_doc_inner&#034;&gt; &lt;img src='https://archives.cira-marseille.info/reclus/local/cache-vignettes/L429xH313/hterrc-cb127.jpg?1652606698' width='429' height='313' alt='' /&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt; Trotz der Bedeutung, die er der westlichen Tradition mit dem hohen wissenschaftlichen Stand beimisst, wertet Reclus h&#246;her entwickelte Volksgruppen nicht automatisch als besser ein. Nach Reclus kann der &#034; civilis&#233; &#034; vom &#034; barbare &#034; viel lernen. Am Beispiel der Inuits zeigt Reclus, dass ein &#034; barbarisches &#034; Volk z.B. in moralisch-ethischen Belangen durchaus h&#246;her entwickelt sein kann als die dominierende weisse Rasse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;2&lt;i&gt;Verh&#228;ltnis von Wissenschaft und Religion&lt;/i&gt;2&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wissenschaft und Religion bilden nach Reclus ein unvereinbares Gegensatzpaar.&lt;/p&gt;
&lt;table border=&#034;1&#034; cellspacing=&#034;1&#034; cellpadding=&#034;2&#034; width=&#034;453&#034; bordercolor=&#034;#00ffff&#034;&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Wissenschaft&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Religion&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Erkenntnis&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Glaube&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Vernunft&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Unvernunft&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Neuzeit&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Mittelalter&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Hilfsmittel zur optimaleren Lebensgestaltung&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;retardierendes Moment&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Fortschritt&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Tradition&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;zivilisiert&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;barbarisch&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Vern&#252;nftiges Verh&#228;ltnis Mensch-Natur: massvolle, geplante Nutzung, Pflege, Vorsorge, u.s.w.&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Unvern&#252;nftiges Verh&#228;ltnis Mensch-Natur, Zerst&#246;rung der Natur: Ausrottung von Tierarten, Vernichtung von W&#228;ldern, Raub bau an Bodensch&#228;tzen und Rohstoffen&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Vern&#252;nftiges Verh&#228;ltnis unter den Menschen&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;td width=&#034;50%&#034; bgcolor=&#034;#FFFFFF&#034;&gt;
&lt;p&gt;Krieg, Mord, Hass, Unterdr&#252;ckung, Ungleichheit&lt;/p&gt;
&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/table&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;2&lt;i&gt;Das Verst&#228;ndnis von Rassen&lt;/i&gt;2&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist f&#252;r Reclus selbstverst&#228;ndlich, dass alle Rassen gleichwertig sind. Jede Verfolgung und Ausrottung - auch der entlegensten Randpopulation - ist ein Verbrechen. Er misst jeder einzelnen Menschenrasse mit ihren positiven und negativen Merkmalen grosse Bedeutung bei. Durch den Vorgang der Rassendurchmischung, insbesondere der Vermischung von Traditionen und Sitten, erhoffte er sich eine &#220;bertragung des Genius der einzelnen Rassen auf die Gesamtheit der Menschen. Somit leisten alle Teilgruppen (Rassen, V&#246;lker, Nationen) einen Beitrag zur vereinigten Menschheit und somit zur zivilisatorischen Weiterentwicklung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;2&lt;i&gt;Reclus Milieutheorie&lt;/i&gt;2&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zentraler Punkt von Reclus Auffassung ist, dass der moderne Mensch des ausgehenden 19. Jahrhunderts dank Wissenschaft und Technik in der Lage ist, sich den Unannehmlichkeiten des Milieus zu entziehen und die Schranken, die ihm fr&#252;her von der Natur gesetzt worden sind, zu &#252;berwinden. Die wichtigsten Faktoren des Milieus sind die klimatischen und historischen Bedingungen einer Region. Reclus beschreibt am Beispiel der Bewohner Javas, dass die rauhen Lebensbedingungen der Bergbewohner auch zu deren rauheren Sitten f&#252;hrten. Ganz im Gegensatz zu den friedlichen Bauern des Tieflands, die in relativem &#220;berfluss ein beschauliches Dasein f&#252;hren (Jud 1987:76).&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Reclus wendet seine Milieutheorie selten streng kausal an, vielmehr gewichtet er die umweltbedingten Einfl&#252;sse, denen der Mensch unterworfen ist, von Fall zu Fall verschieden. Der Mensch gestaltet mit zunehmendem Zivilisationsgrad sein Leben immer unabh&#228;ngiger von der nat&#252;rlichen Umgebung, die somit immer weniger relevant wird. Das Milieu kann nach Reclus nie dominierender Faktor f&#252;r das Verst&#228;ndnis des Beziehungsgef&#252;ges Mensch und Umwelt sein, sondern nur zu einem gewissen Grad zur Erkl&#228;rung natur- oder anthropogeographischer Befunde dienen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;2&lt;i&gt;Wirtschaft und Handel&lt;/i&gt;2&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sowohl in der Landwirtschaft als auch in der Industrie erhofft sich Reclus durch die Aufteilung in Kleinbetriebe und das Vermeiden von jeglichen Reglementierungen mehr Eigeninitiative. Die freie Initiative und sch&#246;pferische Ausrichtung des Menschen soll gef&#246;rdert und keinesfalls unterdr&#252;ckt oder ausgebeutet werden. Reclus unterstreicht an zahllosen Stellen seines Werks die verheerenden Folgen von Zwang, Gewalt und Ausbeutung.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Nach Reclus lassen sich Missst&#228;nde im wirtschaftlichen Bereich allerdings nicht nur auf staatlichen Zwang oder k&#252;nstlich aufrechterhaltene Ungleichheiten zur&#252;ckf&#252;hren, sondern auf Moralvorstellungen, traditionelle Auffassungen, Charakterz&#252;ge, Mangel an Wissen und wenig entwickelten zivilisatorischen Stand. F&#252;r Reclus sind der unternehmerische Geist und die spontane Aktivit&#228;t des Menschen die besten Garanten f&#252;r die Entstehung von existenzsichernden Verh&#228;ltnissen und Wohlstand.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Auch in diesem Bereich erkannte und beschrieb Reclus auch die negativen Seiten, die Ausw&#252;chse des Kapitalismus. Nach Reclus ist es die Aufgabe des Geographen, das Elend der wachsenden Mietskasernen, die Not der Armen, die Elendsquartiere in allen L&#228;ndern gesehen zu haben und das Gesehene schonungslos wiederzugeben. Deutliche Kritik &#252;bt Reclus zudem an den kolonialen Ausbeutungs- und Unterdr&#252;ckungssystemen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Durch eine dezentralisierte Produktion und der damit verbundenen F&#246;rderung des Handels erhofft sich Reclus zudem vermehrte Kommunikation unter den Menschen. Nach Reclus spielen Handel und Verkehr neben dem G&#252;tertransport und dem Reisen somit auch eine zentrale Rolle f&#252;r den Kulturaustausch und wirken beschleunigend auf die zivilisatorische Entwicklung der Menschheit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;2&lt;i&gt;Gesellschaft und Staat&lt;/i&gt;2&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Mittelpunkt stehen hier ideale menschliche Eigenschaften wie Initiative, Forschungsdrang, Mut, Eigenverantwortung, Aufgekl&#228;rtheit, Bildung, Solidarit&#228;t, Friedfertigkeit und so weiter. Nach Reclus ist der Mensch ein soziales Wesen, das sich seinen nat&#252;rlichen Neigungen folgend mit seinen Mitmenschen assoziiert und sich mit ihnen spontan in freien Gemeinschaften gruppiert. In den Prinzipien der Freiheit, des spontanen, freiwilligen Zusammenschlusses und des F&#246;deralismus sieht Reclus die Ideale politische Organisation. Diese so entstanden autonomen Zellen sollen durch freie Vereinbarungen und einstimmig gefasste Beschl&#252;sse geregelt werden. Als &#252;berzeugter F&#246;deralist ist er gegen zentralistische Tendenzen. Jede Form von Zwang und Gewalt verhindern die sch&#246;pferische Entfaltung des Menschen und verletzen ihre pers&#246;nliche W&#252;rde.&lt;/p&gt;
&lt;div class='spip_document_35 spip_document spip_documents spip_document_image spip_documents_center spip_document_center'&gt;
&lt;figure class=&#034;spip_doc_inner&#034;&gt; &lt;img src='https://archives.cira-marseille.info/reclus/local/cache-vignettes/L141xH200/Livre_NGU_1877-20667.gif?1652606698' width='141' height='200' alt='' /&gt;
&lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article61' class=&#034;spip_in&#034;&gt;3.Warum geriet &#201;lis&#233;e Reclus in Vergessenheit?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>GIESA, Karin, Pascal STERN, Magali STETTLER. Ein Pionier der Sozialgeographie. 3. Warum geriet &#201;lis&#233;e Reclus in Vergessenheit?</title>
		<link>https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article61</link>
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		<dc:date>2007-11-30T04:41:34Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>GIESA, Karin</dc:subject>
		<dc:subject>STERN, Pascal</dc:subject>
		<dc:subject>STETTLER, Magali</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;1.Biographische Skizze &lt;br class='autobr' /&gt;
2.Elis&#233;e Reclus' Werk - &#034;La Nouvelle G&#233;ographie Universelle&#034; &lt;br class='autobr' /&gt;
3. Warum geriet &#201;lis&#233;e Reclus in Vergessenheit? &lt;br class='autobr' /&gt;
Biographische Skizze &lt;br class='autobr' /&gt;
&#034; Es gibt keine tiefere W&#252;rdigung der Reclusschen Konzeption als die von Sir Patrick Geddes. F&#252;r Geddes war sein Werk mit Sozialgeographie verbunden: in Reclus, sagte er, sei der Geograph mit dem Soziologen verbunden gewesen &#034; (Beck 1982:145). &lt;br class='autobr' /&gt;
&#034; Als Schw&#228;rmer f&#252;r utopische Ideen hat er wohl in den K&#246;pfen mancher (&#8230;)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

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&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot28" rel="tag"&gt;GIESA, Karin&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot29" rel="tag"&gt;STERN, Pascal&lt;/a&gt;, 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot30" rel="tag"&gt;STETTLER, Magali&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;div class='spip_document_39 spip_document spip_documents spip_document_image spip_documents_center spip_document_center spip_document_avec_legende' data-legende-len=&#034;32&#034; data-legende-lenx=&#034;x&#034;
&gt;
&lt;figure class=&#034;spip_doc_inner&#034;&gt; &lt;img src='https://archives.cira-marseille.info/reclus/local/cache-vignettes/L140xH200/023a.collpriv-e7e20.jpg?1652765079' width='140' height='200' alt='' /&gt;
&lt;figcaption class='spip_doc_legende'&gt; &lt;div class='spip_doc_titre '&gt;&lt;strong&gt;&#201;lis&#233;e Reclus
&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt; &lt;div class='spip_doc_descriptif '&gt;Private Sammlung
&lt;/div&gt; &lt;/figcaption&gt;&lt;/figure&gt;
&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article62' class=&#034;spip_in&#034;&gt;1.Biographische Skizze&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href='https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article63' class=&#034;spip_in&#034;&gt;2.Elis&#233;e Reclus' Werk - &#034;La Nouvelle G&#233;ographie Universelle&#034;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;3. Warum geriet &#201;lis&#233;e Reclus in Vergessenheit?&lt;/h2&gt;&lt;h2 class=&#034;spip&#034;&gt;Biographische Skizze&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;&#034; Es gibt keine tiefere W&#252;rdigung der Reclusschen Konzeption als die von Sir Patrick Geddes. F&#252;r Geddes war sein Werk mit Sozialgeographie verbunden: in Reclus, sagte er, sei der Geograph mit dem Soziologen verbunden gewesen &#034; (Beck 1982:145).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034; Als Schw&#228;rmer f&#252;r utopische Ideen hat er wohl in den K&#246;pfen mancher J&#252;nglinge Verwirrung angerichtet. Man darf aber nicht vergessen, dass er einen hervorragenden Rang in der Gelehrtenwelt einnahm und dass wir an der Bahre des gr&#246;ssten Geographen und Ethnologen stehen &#034; (Nachruf in der Neuen Z&#252;rcher Zeitung, 6. Juli 1905).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&#034; Er war einer der gr&#246;ssten Geographen Europas und gewiss der gr&#246;sste Frankreichs im 19. Jahrhundert &#034; (Beck 1982:146).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Liest man obige Zeilen, mag es doch verwundern, warum Reclus derart in Vergessenheit geriet.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Beginnt man sich mit Reclus' Leben auseinanderzusetzen, erf&#228;hrt man, dass Reclus als Beispiel eines Menschen und Wissenschaftlers gilt, bei dem der Zusammenhang zwischen seiner Herkunft, Jugend und Erziehung einerseits sowie seinem Denken und Handeln als Erwachsener andererseits besonders deutlich wird.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Reclus wurde in eine Zeit des Umbruchs hineingeboren. Viele politische und soziale Ideen wurden hier entwickelt. Er f&#252;hlte sich zu den Anarchisten hingezogen und wurde einer ihrer Philosophen. Unter den Anarchisten des 19. Jahrhunderts war die Auffassung weitverbreitet, dass die Befreiung der Menschheit in erster Linie ein Resultat einer umfassenden Bildungs- und Aufkl&#228;rungsarbeit darstellte. Reclus Werke zeugen von dieser Idee. Seine Geographie entwickelte sich damit zu einem Tr&#228;ger weltanschaulicher &#220;berzeugungen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Die Fragen, die Reclus im Bereich der sozialen und politischen Geographie ber&#252;hrt, stellen in der damaligen Literatur eine Ausnahmeerscheinung dar. Es gibt keinen anderer Geographen, der der Beschreibung von Krieg und Gewalt, Zwang und Unterdr&#252;ckung, Armut und Elend, von kolonialer Ausbeutung und weiblicher Ungleichheit usw. in seinem Werk &#228;hnlich viel Raum gew&#228;hrt. Ebensowenig k&#246;nnen wir Reclus einen anderen wissenschaftlichen Autor zur Seite stellen, in dessen Schaffen ein vergleichbares bildungsm&#228;ssiges und aufkl&#228;rerisches Anliegen auszumachen w&#228;re. Diese Befunde lassen es als angebracht erscheinen, Reclus als Vertreter einer humanistischen Geographie zu bezeichnen (Jud 1987:204). Jud ordnet ihm somit in der Disziplingeschichte eine isolierte Stellung zu.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Auf die Frage, warum Reclus in Vergessenheit geraten konnte, obwohl er von vielen Autoren als den eigentlichen Begr&#252;nder der modernen franz&#246;sischen Geographie gilt, f&#252;hrt Jud folgende Gr&#252;nde auf: Seine wissenschaftliche Leistung sei bis heute nicht mit einer bestimmten geographischen Forschungsrichtung verbunden worden; er stehe nicht in einer akademischen Tradition (im Vergleich zu Paul Vidal de la Blache); sein Leben verlief sehr turbulent. Aufgrund seiner politischen &#220;berzeugung musste er dreimal ins Exil, was seine Arbeit nat&#252;rlich stark behinderte und dazu beigetragen habe, dass nicht er, sondern Paul Vidal de la Blache als der f&#252;hrende franz&#246;sische Geograph jener Zeit angesehen wurde. Hinzu kommt, dass Reclus seiner Arbeit keine Theorie voranstellte, manch einer st&#246;rt sich daran.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; Trotzdem kann Reclus sicher als einer der Begr&#252;nder der Sozialgeographie bezeichnet werden. Es steht heute auch fest, dass die Idee der Sozialgeographie im Frankreich der zweiten H&#228;lfte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. F&#252;r Beck (Beck 1982:145) ist der Geograph Reclus der &#034; Erfinder &#034; des Ausdrucks &#034; g&#233;ographie sociale &#034;. Werlen meint, dass dies jedoch nicht ganz zutreffend sei. Denn Dunbar (1977) kann nachweisen, dass der Begriff &#034; Sozialgeographie &#034; vom Soziologen de Rousiers (1857 1934), einem Mitglied der Le Play-Schule, erstmals 1884 im Rahmen seiner Besprechung von Reclus' ersten Band seiner monumentalen &#034; Nouvelle G&#233;ographie universelle &#034; (1876) verwendet wird. Reclus selbst &#252;bernimmt diesen Ausdruck zur Charakterisierung seiner Geographie erstmals in einem Brief, der mit 30. Januar 1895 datiert ist (Werlen 1995).&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>JUD, Peter. &#201;lis&#233;e Reclus und Charles Perron, Sch&#246;pfer der &#034; Nouvelle G&#233;ographie Universelle &#034; : ein Beitrag zur geographischen Wissenschaftshistorie des 19. Jahrhunderts</title>
		<link>https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article68</link>
		<guid isPermaLink="true">https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article68</guid>
		<dc:date>2007-11-29T05:10:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>JUD, Peter</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Konstanz : Stadler, 1987. XX, 277 p. : ill. ; 23 cm. (Dissertation phil. Zurich). &lt;br class='autobr' /&gt;
(BNS ; CIRA, Lausanne : Bd 159 ; International Institute of Social History, Amsterdam (Holland) : 353/266).&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot35" rel="tag"&gt;JUD, Peter&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Konstanz : Stadler, 1987. XX, 277 p. : ill. ; 23 cm. (Dissertation phil. Zurich).&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(BNS ; &lt;a href=&#034;http://www.cira.ch&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;CIRA, Lausanne&lt;/a&gt; : Bd 159 ; &lt;a href=&#034;http://www.iisg.nl/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;International Institute of Social History, Amsterdam (Holland)&lt;/a&gt; : 353/266).&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>NETTLAU, Max. &#201;lis&#233;e Reclus, Anarchist und Gelehrter} (1830-1905)</title>
		<link>https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article67</link>
		<guid isPermaLink="true">https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article67</guid>
		<dc:date>2007-11-29T05:07:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>NETTLAU, Max</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Berlin : Verlag F. Kater, &#034; Der Syndikalist &#034; (Beitr&#228;ge zur Geschichte des Sozialismus, Syndikalismus, Anarchismus ; 4), 1928. 345 S. &lt;br class='autobr' /&gt;
(CIRA, Lausanne : Bd 010 ; Harvard : Widener: Geog 618.3.7 ; International Institute of Social History, Amsterdam (Holland) : REF AN 24). (1977) Vaduz : Topos-Verlag. &lt;br class='autobr' /&gt;
(BNS)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot34" rel="tag"&gt;NETTLAU, Max&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Berlin : Verlag F. Kater, &#034; Der Syndikalist &#034; (Beitr&#228;ge zur Geschichte des Sozialismus, Syndikalismus, Anarchismus ; 4), 1928. 345 S.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;(&lt;a href=&#034;http://www.cira.ch&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;CIRA, Lausanne&lt;/a&gt; : Bd 010 ; &lt;a href=&#034;http://lib.harvard.edu/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;Harvard&lt;/a&gt; : Widener: Geog 618.3.7 ; &lt;a href=&#034;http://www.iisg.nl/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;International Institute of Social History, Amsterdam (Holland)&lt;/a&gt; : REF AN 24).&lt;/p&gt;
&lt;ul class=&#034;spip&#034; role=&#034;list&#034;&gt;&lt;li&gt; (1977) Vaduz : Topos-Verlag.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;(BNS)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>THOMALE, Eckhardt. Sozialgeographie: Eine disziplingeschichtliche Untersuchung zur Entwicklung der Anthropogeographie.</title>
		<link>https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article66</link>
		<guid isPermaLink="true">https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article66</guid>
		<dc:date>2007-11-29T05:05:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>THOMALE, Eckhardt</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Marburger Geographische Schriften (1972) 53. Marburg/Lahn.&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot33" rel="tag"&gt;THOMALE, Eckhardt&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;Marburger Geographische Schriften (1972) 53. Marburg/Lahn.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>WERLEN, Benno (1995). &#034; Landschaft, Raum und Gesellschaft: Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte wissenschaftlicher Sozialgeographie. &#034;</title>
		<link>https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article65</link>
		<guid isPermaLink="true">https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article65</guid>
		<dc:date>2007-11-29T05:00:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>WERLEN, Benno</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Geographische Rundschau 47/9, 513-522.&lt;/p&gt;


-
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot32" rel="tag"&gt;WERLEN, Benno&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Geographische Rundschau &lt;/i&gt;47/9, 513-522.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>
<item xml:lang="de">
		<title>WOLKENHAUER, W. &#034; &#201;lis&#233;e Reclus &#034;</title>
		<link>https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article64</link>
		<guid isPermaLink="true">https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?article64</guid>
		<dc:date>2007-11-29T04:57:00Z</dc:date>
		<dc:format>text/html</dc:format>
		<dc:language>de</dc:language>
		


		<dc:subject>WOLKENHAUER, W.</dc:subject>

		<description>
&lt;p&gt;Deutscher Rundschau f&#252;r Geographie und Statistik, XXVIII. Jahrg., 1. Heft.(International Institute of Social History, Amsterdam (Holland) : An 34/18)&lt;/p&gt;


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&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?rubrique17" rel="directory"&gt;II. Literatur&lt;/a&gt;

/ 
&lt;a href="https://archives.cira-marseille.info/reclus/spip.php?mot31" rel="tag"&gt;WOLKENHAUER, W.&lt;/a&gt;

		</description>


 <content:encoded>&lt;div class='rss_texte'&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Deutscher Rundschau f&#252;r Geographie und Statistik&lt;/i&gt;, XXVIII. Jahrg., 1. Heft.(&lt;a href=&#034;http://www.iisg.nl/&#034; class=&#034;spip_out&#034; rel=&#034;external&#034;&gt;International Institute of Social History, Amsterdam (Holland)&lt;/a&gt; : An 34/18)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;
		
		</content:encoded>


		

	</item>



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